Studien

Migränestudie Mainz: Optimierung der Verhaltenstherapie bei Erwachsenen mit Migräne

Die Verhaltenstherapie ist eine nachgewiesen wirksame Behandlungsmethode bei Migräne. Unter dem Begriff Verhaltenstherapie subsummiert sich ein ganzes Spektrum verschiedener Verfahren (z.B. Entspannungstraining, Stressbewältigung, Triggermanagement). Es ist bislang unklar, welches verhaltenstherapeutische Verfahren bei welchem Patienten am besten wirkt. Ziel dieser Studie ist der Vergleich verschiedener verhaltenstherapeutischer Therapiemaßnahmen, um somit zukünftig eine bessere Migräneprophylaxe zu ermöglichen.

Im Frühjahr 2017 startete die randomisiert-kontrollierte Studie, in der zwei verhaltenstherapeutische Therapieansätze mit einer Wartekontrollgruppe verglichen werden. Die Studienteilnehmer können entweder (a) an einem spezifischen integrativen Verhaltenstherapieprogramm oder (b) einem bewährten Entspannungstraining teilnehmen. Die Therapien werden im Gruppensetting an der Poliklinischen Institutsambulanz für Psychotherapie der Universität Mainz durchgeführt. Insgesamt erfordert die Studie 120 Teilnehmer. Die Studie läuft noch bis voraussichtlich Mitte 2019.

Aktuell werden noch ca. 30 Studienteilnehmer gesucht.

Ein aktueller TV-Beitrag zur Studie kann in der Mediathek des SWR eingesehen werden. Sehen Sie den TV-Beitrag

Nähere Informationen zur Studienteilnahme finden sich im Studienflyer.

Kontakt: migraene-studie@uni-mainz.de

Studienleitung: Dr. Timo Klan, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Studie wird von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) gefördert.

Basel: Sicherheit und Wirksamkeit von exogenen Ketonkörpern als Migräneprophylaxe (MigraKet): Eine randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelblinde Studie

Ca. eine Milliarde Menschen sind weltweit von Migräne betroffen und dennoch gibt es bisher wenige Behandlungsmöglichkeiten. Studienergebnisse weisen darauf hin, dass Veränderungen im Energiemetabolismus eine Rolle bei Migräne spielen könnten. Ketonkörpern (KK) sind körpereigene alternative Energieträger. Unsere klinische Studie untersucht den therapeutischen Nutzen von KK als Nahrungsergänzung bei 60-90 erwachsenen Migränikern (5-14 Migräne-Tage im Monat) am Universitätsspital Basel. Die gesamte Studiendauer beträgt ca. 6 Monate, bestehend aus: 4 Wochen Baseline, 12 Wochen Intervention mit KK Pulver oder Placebo und 8 Wochen Follow-up. Der primäre Endpunkt ist die Veränderung der Migränetage am Ende der Intervention im Vergleich zur Baseline-Periode. Des weiteren werden Genexpressionsveränderungen, Veränderungen im Fett-, Glucose- und Proteinmetabolismus, Entzündungswerten und Lebensqualität untersucht.

Zurzeit werden Patienten rekrutiert.  

Mehr Informationen zur Studie bekommen Sie über dieses Video und unter E-Mail: MigraKet@ukbb.ch